Ihr Einsatz gelte den Einrichtungen vor Ort, erklärte unsere Spitzenkandidatin für den Bezirksrat Buchholz-Kleefeld, Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman, beim Kleefelder Gespräch zur Kommunalwahl im Hölderlin Eins.

Bild vom Kleefelder Gespräch
Einzige Frau auf dem Podium zur Kommunalwahl: Belgin Zaman.

Als einzige Frau auf dem Podium wolle sie nicht nur hier, sondern in die hannoversche Kommunalpolitik insgesamt "mehr Frauenperspektive" einbringen, bekannte Belgin. Im Stadtbezirk ginge dies besonders gut, weil der Kontakt zu den Menschen sehr eng sei. So hätte sie etliche Anregungen jüngst erst bei einem Treffen mit Frauen zur Kommunalpolitik erhalten.

Einen Schwerpunkt der Arbeit im Bezirksrat sei die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, was sich unter anderem in Zuwendungen für Vereine niederschlage. Mit Blick auf das Erstarken rechtsradikaler Kräfte unterstrich Belgin die Bedeutung unseres örtlichen Präventionsrates und seiner Arbeitsgruppe Demokratie. Auch die Vertreter der anderen Parteien bekannten sich zum Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. So warnte Patrick von Rossum (FDP) davor, das Erstarken der AfD auf einen politischen Trend zu verkürzen, statt es als gesellschaftliche Entwicklung wahrzunehmen. Belgin bestätigte dies, weil sich diese Entwicklung bis in die Verrohung der Sprache niederschlage; deshalb müssten die Parteien auch genau überlegen, "welche Sprache wir sprechen".  

Diesem gemeinsamen Bekenntnis entsprach, dass alle auf dem Podium gerade die Kommunalpolitik für ein gutes Mittel hielten, Politikverdrossenheit, Protest und Demokratiemüdigkeit entgegenzuwirken. Dabei wünschte Belgin sich auch mehr Rückendeckung von der örtlichen Bevölkerung: Kommunalpolitik werde von Ehrenamtlichen gemacht, die sich um Probleme vor Ort kümmerten - und das nähmen gerade auf Social Media zu viele Menschen als selbstverständlich hin, statt sich gegen Nörgelei zu positionieren. Maximilian Oppelt (CDU) bekräftigte dies, indem er den Bezirksrat als "gelebte Demokratie" bezeichnete.

Bild vom Kleefelder Gespräch
"Für die Einrichtungen vor Ort": Belgin Zaman in der Mitte der Vertreter anderer Parteien.

Belgin bekannte sich zum Wohnungsbau in Hannover: "Wir brauchen 16.000 Wohnungen", bei deren Bau die Wohnungsgenossenschaften besonders eingespannt werden sollten. Die Forderung Karsten Plotzkis (Die Linke) vor allem auf den Umbau leerstehender Bürogebäude zu setzen, wurde vom Podium als nicht ausreichend und in Teilen unrealistisch zurückgewiesen. Mit der Forderung, den Neubau der Medizinischen Hochschule über einen Shuttle-Verkehr mit der Stadtbahn zu verbinden, stand Die Linke ebenfalls allein; alle anderen Parteien forderten einen Stadtbahnanschluss unmittelbar am MHH-Neubau, Henning Hauser (Grüne) sah in einem Stadtbahnausbau am Stadtfelddamm keinen Widerspruch zum Erhalt von Kleingärten.

"Ich setze mich ein für die Einrichungen hier vor Ort", erklärte Belgin in ihrem abschließenden Statement: für die zügige Sanierung des Annabades ebenso wie für das Eisstadion am Pferdeturm oder das Hölderlin Eins. Sie wolle die Nahversorgung in Kleefeld sichern und einer möglichen Schließung des Drogeriemarktes in Kleefeld begegnen. Mehr Verkehrssicherheit stehe bei ihr ebenso auf der Agenda wie mehr Sauberkeit - dafür stünde sie bereits im Kontakt mit der Ordnungsbotschafterin, die von der Stadtverwaltung für unseren Stadtbezirk eingesetzt worden ist.

Bild von Belgin Zaman mit Plakaten zum Annabad und zum Eisstadion
"Für die Einrichtungen hier vor Ort": Belgin unterstreicht mit Plakaten ihr Engagement für das Annabad und für das Eisstadion am Pferdeturm.