Eva Bender soll Regionspräsidentin werden: "Die Menschen müssen vor Ort spüren, dass der Staat funktioniert"
Mit der überwälltigen Mehrheit von rund 99 Prozent haben die Delegierten des SPD-Unterbezirks Region Hannover Eva Bender vorgestern als Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin nominiert.
In ihrer Rede benannte Eva die Herausforderungen der Region Hannover, die sie als Regionspräsidentin angehen werde. Drei Bereiche stünden für sie im Fokus: eine starke Wirtschaft, gute (Aus-)Bildung und gute Arbeit. Grundsätzlich aber gelte es, wieder Vertrauen in die Verwaltung zu schaffen. Die Menschen müssten Politik und einen funktionierenden Staat vor Ort in ihrem Alltag spüren.
Bildung sei der Schlüssel für Wohlstand und Freiheit im Alltag, erklärte Eva. Begleitend dazu müsse bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden, insbesondere auch für Auszubildende. Hierfür möchte sie die regionale Wohnungsbaugesellschaft neu aufstellen, neue Mehrgerationenwohnkonzepte verfolgen und ein Azubi-Werk Hannover ähnlich dem Studentenwerk gründen. Eine Modernisierungsoffensive der berufsbildenden Schulen, ein Qualifizierungspakt gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer und der Bundesagentur für Arbeit zur Fachkräftegewinnung sowie die gemeinsame Transformation der Wirtschaft werden wichtige Maßnahmen sein, um gute Bildung und Arbeit für die Region zu gestalten.
Unterstützung für ihren Wahlkampf bekam Eva auch von unserer Bundesvorsitzenden Bärbel Bas. Die Bundessozialministerin meinte, es sei an der "Zeit, dass eine Frau diese Region führt". Bärbel lobte Evas kommunalpolitische Erfahrung, die sie über verschiedene Stationen bis in das Bildungs- und Kulturdezernat der Landeshauptstadt Hannover geführt hat. Bärbel unterstrich die Bedeutung der Kommunalwahl am 13. September, denn Demokratie entscheide sich vor Ort, "in unseren Städten und Kommunen".