"Für eine Region der Nachbarschaften" wolle sie eintreten, erklärte Eva Bender, die Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin werden soll, vor unserer Mitgliederversammlung vorgestern.

Bild von Eva Bender
Engagierte Vorstellung: Eva Bender in unserer Mitgliederversammlung

Ihre Schwerpunkte seien für sie immer ein Schwerpunkt gewesen, führte Eva aus, und insofern sei sie einerseits gern Bildungsdezernentin in unserer Stadt. Andererseits könne die Region als Trägerin der Jugendhilfe im Umland und der Berufsbildenden Schulen hier durchaus eigene Akzente setzen. Bildung werde deshalb einer ihrer Schwerpunkte bleiben; weitere seien der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Weiterentwicklung der Medizinstrategie der Region und die Abfallwirtschaft.

Als Verwaltungschefin der Region wäre ihr die Funktionsfähigkeit und die Serviceorientierung der Regionsbeschäftigten besonders wichtig. So müsse die Führerscheinstelle der Region besser aufgestellt werden. Das setze einerseits eine in Teilen bessere Kultur der Verwaltung, andererseits und vor allem aber eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen durch Bund und Land voraus: "Wir müssen uns als Verwaltung unbedingt zukunftsfähig aufstellen, doch muss das Ganze auf Dauer auch finanzierbar sein", führte Eva aus. Dies gelte umso mehr, als verschiedene Themen unmittelbar miteinander zusammenhingen: So sei die Überlegung, die Zwei-Kilometer-Regel bei den Schüler*innen-Tickets aufzuheben, eine soziale Frage und eine Frage des Klimaschutzes; und die Bereitstellung von Kita-Plätzen eine Frage der Familien- und Frauenförderung wie auch der Wirtschaftsförderung.

Bild von Eva Bender und unseren Ortsvereinsvorsitzenden
Eva Bender auf dem Podium unserer Mitgliederversammlung: neben ihr unsere Bezirksbürgermeisterin, Ratsfrau und stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Belgin Zaman, unser Ortsvereinsvorsitzender Nils Greve und seine Stellvertreterin und Bezirksratsfrau Simone Kalisch-Humme.

Wenn die Region stärker als Dienstleisterin wahrgenommen werde, dann wäre der Gedanke hinter der Region auch eher verstanden, meinte Eva. Ansonsten sei schwer zu vermitteln, welche Funktion dieses Netzwerk von 21 Kommunen habe - obwohl es das wirtschaftliche Herz Niedersachsens sei. Vor allem die Kommunen im Umland müssten als lebenswerte Gemeinwesen und als Gemeinschaften gestärkt werden. "Wir brauchen gerade im ländlichen Raum Orte des Austausches, damit Nachbarschaft dort lebendig bleibt oder wieder lebendig wird", erklärte Eva.

Bild von der Mitgliederversammlung
Starkes Interesse an der Kandidatin: Blick in unsere Mitgliederversammlung am 28. Oktober

Ihre Kandidatur verstünde sie als wichtiges "Zeichen für Frauen, gehört zu werden, und als Ermunterung, sich zu engagieren". Deshalb dürfe der Wahlkampf um die Regionspräsidentin nicht hinter dem um das Amt des Oberbürgermeisters zurückstehen. Beide Wahlkämpfe müssten zusammen gedacht und mit demselben Engagement durchgeführt werden, erklärte Eva unter starkem Applaus unserer Mitglieder.