Aus unseren Stadtteilen: Neue Hochbaugesellschaft soll Schulen im Stadtbezirk sanieren
Hannovers neue Hochbaugesellschaft hanova Kommunal soll die Sanierung dreier Schulen, davon zwei in unserem Stadtbezirk, und die Instandhaltung verschiedener Unterkünfte übernehmen. Die Gründung der Gesellschaft ist gestern vom Rat der Landeshauptstadt beschlossen worden.
Seit Jahren warten die Käthe-Kollwitz-Schule und die Integrierte Gesamtschule Roderbruch auf eine Sanierung. Für die IGS Roderbruch war vor geraumer Zeit eine erste Machbarkeitsstudie erstellt worden. Bei einer Vorstellung vor Gremien der Schule und Mitgliedern des Bezirksrates war das Gesamtvolumen dieser Sanierung, die den gesamten Gebäudekomplex, also auch die Kindertagesstätte, die Stadtteilbibliothek sowie Kulturtreff und Jugendzentrum, umfassen soll, auf 250 Millionen Euro geschätzt worden.
Für die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Schule, die mit einer Arrondierung des Schulkomplexes – also einer Zusammenführung des Gymnasiums am zentralen Standort an der Podbielskistraße – einhergehen soll, werden die Kosten auf 110 Millionen geschätzt.
Die Stadt wird diese erhebliche Investitionssumme nicht aufbringen können. Da zudem auch die personellen Kapazitäten für die Planungen dieser Sanierungen bei der Stadtverwaltung auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen, soll eine Hochbaugesellschaft diese Aufgaben übernehmen. Die Gründung eines solchen Unternehmens hat der Rat nun beschlossen. Sie soll als hundertprozentige städtische Tochter bei Hannovers kommunaler Wohnungsgesellschaft hanova angesiedelt werden, unter dem Namen hanova Kommunal firmieren und ausschließlich für städtische Sanierungs- und Instandhaltungsvorhaben zur Verfügung stehen.
Neben den Sanierungen der beiden Schulen in unserem Stadtbezirk soll die hanova Kommunal auch die Erneuerung der IGS Vahrenheide übernehmen, deren Kosten auf 150 Millionen Euro geschätzt wird. Zugleich wird die Gesellschaft auch für die Instandhaltung verschiedener Unterkünfte im Stadtgebiet zuständig sein.
Die Stadt verspricht sich davon, die Sanierungen und Instandhaltungen deutlich schneller und günstiger durchführen zu können. Die hanova Kommunal wird dafür mit einem Kapitalstock von mehr als 5 Millionen Euro ausgestattet.
Der Vorsitzende unserer Bezirksratsfraktion begrüßt dieses Vorgehen ausdrücklich: "Wir warten seit Jahren auf die Sanierung der beiden Schulen und sind dankbar dafür, dass nun Bewegung in diese Vorhaben kommt", erklärt Martin Fulst. Nach den Hängepartien, die man etwa beim Neubau der Sporthallen an der Schillerschule erlebe, sei die Auslagerung der Sanierungen an eine städtische Tochter eine vielversprechende Lösung.